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Dienstag, 11. Juni 2019

Anerkennung

Deine Kleider legst Du langsam ab
Der Wind ist Dein Zimmermädchen
Und überreicht Dir einen Mantel aus Licht.

Meine Blicke schenken Dir Anerkennung
Für den Schatten, den Du mir in der Hitze schenkst.

In diesen Konturen erkenne ich mich wieder
Nicht ganz, nicht in klaren Linien
Jedoch in Deiner Hülle aus Güte:
So müsste Adam Eva auch erlebt haben.

In Deinem Selbstverständnis
Umsonst zu schenken
Erahne ich wie es ist
Dich Deiner Berufung hinzugeben
Und diese Lektion ist auch umsonst!

Der Keks

Regentropfen kullerten auf der Scheibe
Feuchte Blicke glitten auf der matten Fläche.

Der Keks, am Ende einer zarten Hand
Und Ihre Augen, mutigen mich an
Aus der süßen Gegenwart zu beißen.

Sie fragte mich nichts
Und wartete ab
Dass ich sie wahrnahm-
Kinder wussten schon immer
Nicht in Schmerzen zu verweilen-
Sie stieg aus
Und ich wusste nicht mehr
Warum ich Ihr nicht folgen konnte.

Dein Segen

Deine Haut wie die Brust meiner Mutter
Stillt meinen Hunger
Ich grabe mich tiefer in Dich hinein
Und dein Segen ist willkommen.

Tochter

Ich sende nicht den Brief
Und Du weißt doch davon
Ich lese mir die Zeilen vor
Das Echo bist Du,
Verschleiert im Schweigen
Und stelle mir vor
Was Du sagen würdest…

Die Antwort kenne ich,
Und warte nicht darauf
Dem Schmerz entkomme ich nicht im Weinen.
Ich suche Dich nicht
Damit ich den Vater in mir entdecke
Und Du den Mann, der Dich ergänzen soll.

Mutter und Vater

Nachts, im warmen Bett
Biegst Du den Rücken zu mir,
Müder Bogen, erschöpft vom kalten Tag
Und ich nehme Dich in meinen Arm
Und schmiege mich an deinen Rücken.

Die Wärme schützt Dich
Und ich vergesse, dass ich ein Mann bin
Und fühle wie deine Mutter
Wie sie sich freute
Dich in Ihrem stillen Meer zu tragen.

Ihr wärmender Schutz
Bekleidet Dich noch heute...
Nur manchmal,
Wenn die Einsamkeit
Auch deinen Kern angreift
Suchst Du meine Wärme
Und sehnst Dich nach dem Vater
Der Dich nie auf seinem Knie geschaukelt hat.

Sein Lob blieb unausgesprochen
Seine sanfte Hand blieb in der Hosentasche.

Die Wärme des Bettes, meine schützenden Arme
Schmelzen den letzten Rest des Vaters Jähzorn.

Rein ist nun das Fenster
Es dämmert sanft
Hold ist das Licht
Was auf Dich wartet.

Auflösung



„Ich in ihnen und du in mir, auf daß sie vollkommen seien in eins und die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebst.“ Johannes 17:23 [LUT 1912]

Das Auge ruht sich auf der Horizontkante aus.
In dem blauen Konzertsaal: oben der Himmel,
Unten der See,
Ist die Stille unüberhörbar.
Mein Auge, hungrig nach Licht,
Pflanzt sich endlich am Ufer ein.

Von der anderen Seite des Horizonts
Schaust DU durch mein Auge,
Und sickerst in mich hinein.

Grenzen lösen sich auf
Und ich spüre Deine Haut,
Die Stille und das unsichtbare Feuer in Dir.

Sonntag, 9. Juni 2019

"Eine Tiefe ruft die andere..."

www.hartung.net /// Fot: Dragon Images . Shutterstock.com /// 1. Johannes 4,16

Dein königlicher Anblick: anmutig schön
Dein Gebet: Ausdruck des Mutterherzes.

Dich anschauend und entdeckend
Brachte mein Herz im Einklang:
Ein Echo
DES VATERS SEINES Herzens.

Reinheit, Licht und Farbe strahlst Du aus 
Und Mein Herz langt nach Dir;
Denn in Dir ist die friedvolle bedienungslose Liebe!

SELAH

Wenn Du  Dein Antlitz zu mir drehst
Dann sehe ich Deine Augen .....
Wie die Tiefe des Meeres .......

SELAH

Deine Tiefe ruft nach meiner Tiefe
Und wir bauen gemeinsam ein Fundament
Denn nur auf IHN vertrauen wir
ER ist uns Richtschnur, Halt und Festung.

Ich kann in Deiner Liebe auftauen 
Meine Suche hat ein Ende:
Die Entdeckungsreise, GOTT in Dir zu sehen
Ist so bereichernd und ehrfürchtig:
SEIN Werk in Dir ein Wunder
Und ich darf es zuerst ansehen.

SELAH

Ich beginne zu erahnen
Was DER DICHTER dadurch ausdruckt:

"Deine Fluten rauschen daher,  
und eine Tiefe ruft die andere; 
alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich" 
Ps. 42:8 [LUT 2017]

"Deep calls to deep in the roar of your waterfalls; all your waves and breakers have swept over me." Ps. 42:7 [NIV]

תְּה֣וֹם   ק֭וֹרֵא   לְק֣וֹל   צִנּוֹרֶ֑יךָ   כָּֽל־   מִשְׁבָּרֶ֥יךָ   וְ֝גַלֶּ֗יךָ   

עָלַ֥י   עָבָֽרוּ׃